Drei Farben gegen Mangelernährung

DREI FARBEN GEGEN MANGELERNÄHRUNG

Essen in der Farbe der indischen Flagge

Aufklärungsarbeit gegen Mangelernährung

Rina sitzt auf einem Plastikstuhl und stillt ihren Sohn Ankit, während sie von dem Training erzählt, das sie seit zwei Wochen gemeinsam mit anderen Frauen des Dorfes besucht. Bei einer Versammlung, bei der ihre zwei jüngsten Kinder gemessen und gewogen wurden, erfuhr sie, dass beide Zeichen von Unterernährung aufwiesen. Damit wurde sie in die Liste der Mütter aufgenommen, die an dem 15-tägigen Ernährungscamp, organisiert von einer Partnerorganisation der Welthungerhilfe, teilnehmen können.

Ernährungscamp in Indien

Ernährungscamp in Indien

Eine Mahlzeit wird gemeinsam zubereitet. Sie enthält nährstoffreiche Zutaten: Reis, Bohnen, Zwiebeln, Eier, Tomaten, Kartoffeln und verschiedene Gewürze.
Ernährungscamp in Indien

Ernährungscamp in Indien

Mädchen des Dorfes als Zuschauer beim Theaterstück zur Ernährungsberatung für schwangere und stillende Frauen.

Ernährungscamp in Indien

Ernährungscamp in Indien

Gulabi Kalindi, und ihr Sohn mit zwei anderen Mädchen als Zuschauer beim Theaterstück zur Ernährungsberatung für schwangere und stillende Frauen.

Ernährungscamp in Indien

Ernährungscamp in Indien

Kinder waschen sich die Hände am Tippy Tap vor der Essensverteilung.

Ernährungscamp in Indien

Ernährungscamp in Indien

Eine Mahlzeit wird gemeinsam zubereitet. Sie enthält nährstoffreiche Zutaten: Reis, Bohnen, Zwiebeln, Eier, Tomaten, Kartoffeln und verschiedene Gewürze.

Ernährungscamp in Indien

Ernährungscamp in Indien

Nutrimix: Zutaten werden zerkleinert.

Ernährungscamp in Indien

Ernährungscamp in Indien

Nutrimix: Zutaten werden geröstet.

Ernährungscamp in Indien

Ernährungscamp in Indien

Reshimi Devi, 28 Jahre, füttert ihren Sohn Sengay, 5 Jahre, und ihre Tochter, 3 Jahre, mit der täglichen Ration des Nutrimix, Indien.

Rina hat nicht erwartet, dass ihre Kinder an Unterernährung leiden. Schließlich haben sich Kalpana und Nandani, die beiden großen, auch gut entwickelt. „Ich dachte, ich wüsste bereits, wie man Kinder großzieht. Meine Schwiegereltern und meine Schwägerin haben mir stets Tipps gegeben. Aber dann war ich sehr überrascht, was uns in dem Training alles beigebracht wurde.“ Während sie Ankit an die andere Brust legt, erzählt sie weiter: „Natürlich gab es früher meist Reis und Kartoffelbrei. Das ganz normale Essen, wie es in allen Familien hier gegessen wird. Das, was wir auch angebaut haben. Gemüse oder gar Obst kam immer dann hinzu, wenn wir einmal genug Geld hatten. Alle machten es so, wie konnte es also falsch sein?“

Essen in der Farbe der indischen Flagge

Nun hat Rina gelernt, dass nicht alle Nahrungsmittel gleich sind, dass sie unterschiedliche Wirkungen auf den Körper haben:

Die Idee des Drei-Farbigen Essens ist großartig. Eine Gruppe enthält Dinge, die für das Wachstum wichtig sind, eine andere gibt dem Körper Energie und die dritte umfasst alle Nahrung, die hilft, gesund zu bleiben.

– Rina, Teilnehmerin des Ernährungscamps –

Rina spricht von dem System, welches die Partner der Welthungerhilfe benutzen, um den Frauen die unterschiedlichen Qualitäten von Nahrungsmitteln zu verdeutlichen. Die indische Fahne mit ihren drei Farben dient als Grundlage, auf der dann 15 oder 20 lokale Produkte sortiert werden. „Nun versuche ich, beim Kochen die verschiedenen Farben zu kombinieren.“

Sauberes Wasser ist das Wichtigste!

Kinder waschen sich die Hände am Tippy Tap vor der Essensverteilung.

Auch das Trinkwasser hat heute eine andere Qualität. Früher tranken sie das unbehandelte Brunnenwasser. Nun haben die Familien im Dorf Wasserfilter. Eine Konstruktion aus drei übereinanderstehenden Tonkrügen, die mit unterschiedlichen Materialien gefüllt sind. Das Wasser aus dem Brunnen wird in den obersten Krug gegossen, läuft durch mehrere Filterschichten aus Sanden und Kies nach unten und sammelt sich im untersten Krug als sauberes, keimfreies Nass.

Sauberes Wasser ist das Wichtigste. Natürlich haben wir auch den Gemüsegarten angelegt und essen heute ausgewogener als früher, aber ohne sauberes Wasser würden die Kinder öfter Durchfall haben und dann hat auch die ausgewogenste Ernährung keine Wirkung.

– Reshimi, Teilnehmerin des Ernährungscamps –

Die Bücker EDV Stiftung für Kinder in Not, zusammen mit der Welthungerhilfe, arbeitet gemeinsam mit deren drei Partnerorganisationen Centre for World Solidarity, PRAVAH & Abhivyakti Foundation daran, in 120 Dörfern in der indischen Region Jharkhand die Ernährungs- und Gesundheitssituation von insgesamt 8.000 Haushalte zu verbessern. Hierzu verwendet sie das sogenannte LANN-Konzept (Linking Agriculture and Natural Ressources towards Nutrition Security). Es verbindet das Ziel Zero Hunger mit fünf Schlüsselbereichen: Landwirtschaft, Ressourcenmanagement; Wasser, Sanitär und Hygiene (WASH); alternative Einkommen und Ernährungsbildung.

Texte: Kerstin Bandsom, Deutsche Welthungerhilfe

Das machen wir zusammen mit der Welthungerhilfe in Indien:

  • Frauen werden in Gruppen zu Themen wie Säuglingsernährung, Stillen, Ergänzungsernährung und mütterliche Ernährung weitergebildet.
  • Sie erhalten Saatgut für einen vielfältigen Gemüsegarten, damit eine ausgewogene Ernährung möglich ist.
  • In Hygiene-Schulungen lernen sie, wie sie Krankheiten vorbeugen können.
  • Wasserfilter machen aus Brunnenwasser sauberes Trinkwasser.
  • Die Installation von „Tippy-Taps“ sorgt für hygienisches Händewaschen.

Unterstützen Sie uns –Ihre Spende hilft nachhaltig

Ihre freie Spende wird nach dem Prinzip der „Hilfe zur Selbsthilfe“ eingesetzt. So helfen Sie den Menschen dabei, sich selbst aus Hunger und Armut zu befreien.

SPENDEN

Unterstützen Sie uns –
Ihre Spende hilft nachhaltig!

Scroll to Top